Region – Kunst – Regionalismus. Regionale Identifizierungen mit den Mitteln der Künste in Zentral-, Ostmittel-, Südost und Osteuropa von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
Herder-Forschungsrat
Herder-Institut
Marburg
01.04.2005 - 03.04.2005
Ansprechpartner
Jahrestagung des Johann Gottfried Herder-Forschungsrates 2005 in Kooperation mit dem Herder-Institut, Marburg.
Veranstalter
Johann Gottfried Herder-Forschungsrat
Herder-Institut, Marburg.
1.–3. April 2005, Herder-Institut, Marburg
Programm
Freitag, 1. April 2005
14.00–16.30 Uhr Begrüßungen
Einführung – Prof. Michaela Marek, Dr. Dietmar Popp
Regionalität und Modernisierung
Ákos Moravánszky (Zürich): Regionalismus: Wahrnehmungsmodus oder Entwurfsstrategie?
Marina Dmitrieva (Leipzig): Die Aufwertung der Peripherie in den Revisionen der Kunstgeographie
Diskussion
Kaffeepause
16.30–18.00 Uhr
Ulrike von Hirschhausen (Hamburg): Die Erfindung der Region: Zur Genese des Begriffs 'baltisch' und seiner kulturellen Funktionalisierung 1850-1918
Rüdiger Ritter (Bremen): Raum Warschau - Wilna - Minsk: Die Wiederentdeckung gemeinsamer Traditionen der polnischen, litauischen und belarussischen Musik als Anzeichen für die Herausbildung regionaler Identitäten
Diskussion
18.30 Uhr Mitgliederversammlung
Samstag, 2. April 2005
9.00–11.30 Uhr Architektur(-traditionen) als Mittel regionaler Identifizierungen
Michaela Marek (Leipzig): "Heimatstile" in der Architektur zwischen regionaler und politischer Verortung (Kurzvortrag/Einführung zur Sektion)
Andreas Fülberth (Kiel): "Regionalspezifisches" in der jüngeren Architektur exempfliziert an einigen seiner Erscheinungsformen in Lettland und Estland
Giedre Jankeviciute (Vilnius): Invented Tradition: Lithuanian Architecture of the 1930's
Diskussion
Kaffeepause
11.30–13.00 Uhr
Małgorzata Omilanowska (Warschau): Die "Doppelrolle" des Regionalismus in der polnischen Architektur um 1900
Tomasz Szybisty (Krakau): Edgar Kováts und sein Konzept der Architektur im "Modus à la Zakopane"
Diskussion
14.30–17.00 Uhr
Irma Kozina (Katowice): Architektur Oberschlesiens um 1900 zwischen Chaos und Ordnung
Agnieszka Zabłocka-Kos (Breslau): Regionale Tendenzen in der Architektur der ersten Wiederaufbauphase in Schlesien
Jindřich Vybíral (Prag): Regionalismus als künstlerisches Programm und Marktstrategie. Leopold Bauer und Josef Hoffmann in Nordmähren und Schlesien
Diskussion
Kaffeepause
17.00–18.30 Uhr
Christian Welzbacher (Berlin): Eine Toteninsel für Pommern. Das Kriegerehrenmal von Massow als Antwort auf eine nationale Bauaufgabe
Simone Hain (Berlin): Rostock und der Ostseebezirk der DDR. Das Trauma der deutschen Teilung und der Versuch seiner Bewältigung durch Architektur und Entwicklungspolitik
Diskussion
Sonntag, 3. April 2005
9.00–11.00 Uhr "Habsburg" als Faktor regionaler Integration und Desintegration
Werner Telesko (Wien): "Zentrum" und "Peripherie": Regionale Identitätsbildungen in der bildenden Kunst Österreichs im 19. Jahrhundert
Elfriede Wiltschnigg (Graz): Die Entdeckung der Puszta. Konstituierung regionaler kultureller Besonderheit in der Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Diskussion
Kaffeepause
11.00–13.00 Uhr
Robert Born (Berlin): Zwischen Revisionismus, Integration und Autonomie. Siebenbürgen (Transilvania, Erdélyi) als Kunstregion in der Historiographie der Zwischenkriegszeit
Roland Prügel (Freiburg): Regionale Bestrebungen und nationale Vereinheitlichung in der bildenden Kunst Rumäniens (1919–1940)
Stefan Simonek (Wien): Der Habsburger-Mythos als Moment einer regionalen Identität Galiziens? (Beispiele aus der zeitgenössischen ukrainischen Literatur)
Diskussion
Konzeption und Organisation
Dr. Dietmar Popp, Herder-Institut, Gisonenweg 5-7, 35037 Marburg