Projektkommission Nachlass Max Brod
Ziele und Aufgaben der Projektkommission
Die Projektkommission widmet sich der Bearbeitung des Nachlasses von Max Brod an der Nationalbibliothek Israel.
Als kulturpolitischer Vermittler und Förderer, Publizist, Schriftsteller, Philosoph, Übersetzer, Komponist, Librettist, Politiker, Dramaturg und Nachlassverwalter Franz Kafkas stellt Max Brod eine der zentralen Figuren des deutschsprachigen kulturellen und intellektuellen Lebens insbesondere vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Zweiten. Weltkrieg dar. Überdies beteiligte er sich wesentlich am israelischen nation-building-Prozess.
Die Projektkommission lotet in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Max Brod an der Universität Jena und der Hochschule für Musik Weimar (https://www.gw.uni-jena.de/59378/forschungsstelle-max-brod-jena-weimar) die Möglichkeiten einer angemessenen Erschließung von Brods Nachlass aus. Dazu wird – in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft – an der Digitalen Edition der Tagebücher von Max Brod gearbeitet (https://edview.dla-marbach.de/). Dies soll durch eine Publikation und Kommentierung von Brods Briefwechseln ergänzt werden.
Die digitale Erschließung des Nachlasses von Max Brod zielt darauf, seine wirksame Tätigkeit als Kultur- und Positionenvermittler adäquat abzubilden. Damit aktualisiert sie dieses Prinzip und macht es insbesondere für diskurshistorische Rekonstruktionen, für kulturpoetische Ansätze, für exil- und verflechtungsgeschichtliche Fragestellungen sowie für die historische Netzwerkforschung fruchtbar.